Damals, in den ersten drei Wochen, in denen wir hier ankamen, uns einlebten und unsere Einführungsseminare hatten, passierte es zum zweiten Mal. Es war echt nett, dass man alle wieder sehen konnte, die man in Deutschland bei den Seminaren liebgewonnen hat. Zwischen dem Programm hatten wir immer wieder Zeit in dem kleinen Hof des Hostals Volleyball spielen.
Und eines Tages als wir mal wieder spielten, flog wie öffter Mal, der Ball über die Mauer, die wie viele hier, zum Einbrecherschutz, mit Scherben bespickt ist und ich habe mich, wie öffter Mal, bereiterklärt, aus dem Hostal heraus über die Ytong-Mauer (Ytong steine sind hier sehr oft genutzt um Häuser etc zu bauen) um die Ecke zu klettern, um den Ball zu holen, wie öffter Mal. Doch dieses Mal, gab die erste Reihe dieser, ich glaube knapp über zwei meter hohen Mauer ab, und ich stürzte mit den Steinen zu Boden. Und beim Aufprall gaben dann auch noch meine Zehen nach, als einer dieser Blöcke mit seiner Kannte auf diese aufschlug. Der Artzt sagte mir zwar, dass mein Fuss nur total angeschollen sei, da die Zehen geprellt seien, doch das war im August und jetzt ist Novermber und meine Zehen sind immer noch etwas grösser als normal und etwas eingeschränkt in der Bewegung also vielleicht waren sie doch gebrochen.
Doch das ist ja noch nicht alles, denn alle guten Dinge sind schliesslich drei und dieses war der zweite Streich und der dritte Folgt so gleich. Denn dieses Wochenende, dass zum einen etwas ruhiger als die anderen zu werden versprach, da viele aus unserem Haus nach Quito in die Hauptstadt fahren wollen, wurde wirklich etwas ruhiger. Doch der Grund liegt in der Woche.
Also meine Woche:
Vier acht Meter lange Bambusstangen, zehn vier Meter lange Holzbretter, zweiundvierzig sechs Meter lange plattgeschlagene Bambusstangen, die so zu Bambusbrettern wurden, liegen auf dem Dach unserer Camionetta (Pickup) und dienen mir als Dach, zwei Sack Hühnerfutter und ein Sack Meerschweinchenfutter als Kopfkissen so liege ich hier auf der Ladefläche auf dem Weg aus Otavalo raus nach Tocagón. Das war schon eine interessante Tour.
Am Tag danach, nach der Schule, ging es nach Otavalo und dann mit Alex, Annika und Maike auf nach Ibarra um nach zwei Stunden Wartezeit und einem kurzen Supermarktbesuch wieder zurück nach Otavalo, doch nun um ein Censo, das wir Dank unserem Visum ,das wir seit unserem kurzen Quitotripp an einem Freitag ein paar Wochen zuvor und Dank toller Orgenisationsarbeit Celias haben, reicher und 4 Dollar mindestens ärmer. Am nächsten Tag, der eigentlich man könnte fast sagen, mein bester Tag hier war, passierte es dann mal wieder. Ich hatte riesigen Spass an diesem Tag beim spielen mit den Kindern und so gegen sechs Uhr abends, rannte ich auf Grund guter Laune die „Strasse“ (Feldweg) zu unserem Haus herunter und so gut wie angekommen stolperte ich und stürzte. Ich rappelte stellte fest, dass mir so gut wie nichts weh tat. Und als ich aufsah bemerkte ich eine unserer Nachbarinnen, die mit einer langen Holzstnage bewaffnaet mich ansah und sich vermutlich fragte:“ was macht der denn da?“ und ich fragte mich:“ was macht die denn da?“ Eine echt witzige Situation. dann erkärte sie mir, dass ihr Hahn bei unseren Hühnern mit auf dem Baum, auf den sie immer zum schlafen klettern, sitzt. Da ihre Holzlatte nichtlang genug war und mir ja nichts weh tat, kletterte ich den Baum, neben den Waschstellen, hinauf. Der Hahn flog aus dem BAum auf das nächstbeste tieferliegende Dach und von da auf die Strasse und rannte los. Ich also von dem BAum herunter und dem Hahn hinter her, bis er auf das Tomatenbaumfeld unserer Nachbarin rannte wo er bleiben konnte. Ich ging also in unserer Haus, in das ich ja eigentlich wollte, das Knie meiner Hose war mitlerweile blutrot, also war doch etwas mehr passiert, als nichts. Ich guckte es mir an und dachte ich hätte wohl Glück gehabt, denn bis auf diesem blutenen Loch in meinem Knie (halbsoschlimm) und einem Kratzer an meiner Schulter, naja und einer leichten Prellung an meiner Hand, wie das nach so einem Sturz halt so ist, ging es mir gutund ich hatte auch noch immer gute Laune. Und hatte noch riesigen Spass diesen Abend, denn ich erzählte meinem Bruder lachend was passiert war und jedesmal , wenn ein neues Familienmitglied fragte, was mir passiert sei, lachten mehr Leute bei meiner Geschichte mit.
An meinem nächsten Tag, fand ich es erst auch noch ganz lustig, nun konnte ich mein Knie kaum noch bewegen und es tat nun auch weh, aber irgendwie konnte ich noch drüber lachen. Im Laufe des Tages wurde dann ein schmunzeln draus.
Und dieses ruhige Wochenende, sollte nun auf Grund meiner langsamen Bewegungsmöglichkeit noch ruhiger werden. Naja und so stand der neue DVD-Player, der Kuchen, der mit unserem neuen Backofen und das neue Fonduegerät, das uns Celia mitgebracht hat, auf der einen Seite, die mein Leben versüssten, naja und die Neuigkeit, die ich im Krankenhaus erfuhr, dass sich mein Knie entzündet hatte, das Knie selbst und ein paar andere Kleinigkeiten auf der anderen Seite. (es ist nicht normal, dass es so viel neues gibt aber irgendwie kam alles auf einmal und wirklich nicht mit spendengeldern bezahlt =) )
Soviel zu meiner aktuellen Situation. Mein Knie wird langsam besser, das Leben geht weiter, und mir gehts für alle die sich Sorgen machen sollten, oder es einfach nur wissen wollen, immer noch gut.
Liebe Grüsse (aber noch keine Weihnachtsgrüsse, obwohl sich so langsam oder auch schnell Weihnachten mit all seiner Arbeit an Weihnachtskarten etc. in die Gedanken der Mädchen unseres Hauses schleicht(ist das normal?)) Andreas