Des rechten Fusses erster Teil
Doch dann circa 4 Wochen bevor es losgehen sollte wäre fast alles nach hinten losgegangen. An diesem Tag einem Samstag wollte ich Mingo einen sehr sehr… guten Freund besuchen. Ich war Spät dran. Ich kam am Bahnhof in Rinteln an. Der Zug fuhr schon ein. Ich lief los. Treppe der Unterführung runter. Barfuss – das hätte ich besser bleiben lassen. Ich weiss nicht wer es schon alles gewusst hat aber mir war es nicht bewusst, dass die Treppe so glatt ist wenn man Barfuss unterwegs ist. Zumindest ging es völlig haltlos die Treppe runter. Unten dann der Aufprall. War alles in Ordnung? Irgendwas stimmte mit meinem Fuss nicht. Schnell alle meine Sachen eigesammelt, die sich bei meiner Bruchlandung überall verteilt hatten. Keiner hatte meinen Sturz gesehen. Ob ich den Zug wohl noch kriegne kann? Egal. Weiter gehts. Die Treppe hochgehumpelt. Und da stand er, als wenn nichts gewesen wäre. Kaum hatte ich Platz genommen um meinen Fuss zu entlasten ging die Fahr auch schon los. Auf nach Herford.
Was mit meinem Fuss los war – keine Ahnung. Wie ich genau zu Mingos und Lenas (sein Vater geb. Thomas) Wohnung kommen sollte – wusste ich nicht. Wie ich MIngo erreichen sollte – kein Plan (mein Handy war schon seit 2 Wochen kaputt)
Der Aufbruch ist ziemlich spontan gewesen. Die Hoffnung, dass mit meinem Fuss alles in Ordung und Mingo mich vielleicht vom Bahnhof abholen würde blieb; bis ich nach einem erfolglosem und nicht so erfreulichem Gespräch mit Dietmar (dem Freund meiner Ma), durch das ich die Nummer zwar erfahren, aber falsch notiert hatte, 2 1/2stündigem warten (es war mittlerweile 24 uhr) und der Erkenntnis, bei dem Versuch erneut zu telefonieren, dass ich mein Portemonaie an der Telefonzelle liegen lassen hatte. Mein Fuss war mittlerweile mindestens doppelt so gross wie normal und tat nur wenn ich ihn nich bewegte kaum weh. Nur was tun ohne Geld, nur einer schwacher Ahnung wo es hingehen sollte und mit diesem blödem kaputtem Fuss?
Nachdem ich feststellen musste, dass mich ohne Geld kein Taxi zum Krankenhaus bringen würde lief (oder sollte ich sagen humpelte ich los) und fragte mich durch. Einige komische Blicke und Aufforderungen mir Schuhe anzuziehen später hatte ich dann doch einen ziemlich langen Weg hintermir als netter Kerl auf die glorreiche Idee kam mich mitzunehmen und mich direkt vor die Notaufnahme zu fahren.
Im Kraneknhaus sah ich mich einer etwas schwer hörigen Frau in der Aufnahme gegenüber, der ich erklärte was vorgefallen war, dass ich, da mein Portemonaie weg war keine Krankenversicherungskarte und keine 10 Euro bei mir habe und dass ich gerne ein Telefonbuch hätte um meinen Kumpel anzurufen. Dort erfuhr ich auch, dass ich vermutlich eine Bänderzerrung, oder zumindest eine Bänderdehnung hatte und dass die Heilung so circa 3 bis 4 wochen also perfekt bis zum Abflug brauche (Glück im Unglück gehabt). (Nun konnte ich Rott, der nach Aris Geburtstag beim Versuch auf einer Baustelle nen bisschen zu randalieren bzW. beim Versuch sein Bett umzustellen (Krankenhausversion) sich den Zehennagel abgerissen hatte, nicht mehr ganz so gut belächeln, dafür mich schon viel besser). Mingo und Felix holten mich am Krankenhaus mit dem Auto ab und auch mit dem Auto kam ich, nach einem sehr guten Buch (Stephen King, Der Todesmarsch) in das cih mich nach meinem “Marsch” zum Krankenhaus ganz gut hinein versetzen konnte und eineigen Magic spielen so wie einigen Tagen Bein hochlegen und kühlen, mit meiner Mum wieder heimwärts. Zu Hause verbrachte ich viele langweilige Stunden im Bett und etwas anstrengende Stunden auf Krücken.
Nun überlege ich mir wohl immer zweimal ob ich barfuss Treppen herunter renne, aber wie heisst es so schön: ” shit happens”.
